Der Knall nach dem Hoch

Hallo Ihr Lieben, Die Überschrift sagt mehr oder minder eigentlich alles. Ich dachte das es mir soweit gut ging. Derzeit mach ich etwas Erholungsurlaub in Bayern. Aber gestern Nacht ging es mir sehr schlecht. Ich hatte einen gepflegten Nervenzusammenbruch. DAs hat mich sehr aus der Bahn geworfen. Ich hatte den Tag über ständig mit Tränen zu kämpfen und sehr viele wirre Gedanken im Kopf. Abends als ich schlafen gehen wollte schlug es zu. Manchmal spüre ich es Tage bevor ein Tief kommt schon und versuche bewusst dagegen zu arbeiten. nur ging es dieses Mal schneller als erwartet. Ich lag also im Bett und fing an zu weinen. Nur ist es nicht das weinen wenn man sich stößt oder einfach etwas schlimmes passiert ist. Es ist wie ein tonnen schwerer LAster der auf die Brust drückt und dich lähmt, der dir die Luft zum atmen nimmt und dich wirklich sehr aufwühlt. Ich hatte so etwa sschon lange nicht mehr. Einen bestimmten Auslöser dafür muss es nicht geben, denn es kommt wie es will. Manchmal eben mit Vorankündigung und manchmal eben nicht. Im bipolaren bin ich ein Rapid Cycler. Das heißt ich habe mehrere Phasen innerhalb eines Jahres. Manchmal wird das auch zum Ultra Rapid Cycling. Das heißt ich habe mehrere Phasen innerhalb eines Monats. Es muss nicht immer einen Ausschlaggebenden Grund dafür haben das meine Stimmung wechselt. Was übrigens sehr anstrengend für mich und meine Umwelt sein kann. Oder meistens ist. Auch wenn ich noch so jung bin, so habe ich schon viele Menschen durch meine Krankheit verloren. Ich habe Dinge getan auf de ich nicht stolz bin und habe durch mein Verhalten auch sehr viele Menschen verletzt. Vor allem aber meine Partner. Mich als feste Lebensgefährtin zu haben ist wahrlich nicht einfach und das geht auch nicht nur mir so. Laut Statistik haben ungefähr 2 Millionen Menschen in Deutschland eine bipolare Depression. Ich bin sehr sprunghaft und auch zielsicher.... Gegensätze. Ein Teil meiner Krankheit. Und sie bestimmen mein ganzes Leben. Vieles in meinem Verhalten ist für Außenstehende und auch für mich unerklärlich und schon gar nicht nachvollziehbar. Anders zu sein bestimmt meinen Alltag und Menschen zu finden oder begegnet zu sein die das Teilen oder versuchen zu verstehen ist sehr schwer. Mir fällt oft die Decke über dem Kopf zusammen und ich scheitere oft an scheinbar kleinen Aufgaben und alltäglichen Handlungen. Sowas tut mir weh. Ich könnte jetzt noch viel mehr erzählen, aber das verschiebe ich auf später. Bis bald

28.7.15 14:30

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